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Der Blick hinter die Kulissen

Der Blick hinter die KulissenIn der zweiten Woche informierte sich Camp Nord über die Arbeit im Einzelhandel, in Pflegeberufen und warum Steinmetz etwas für Leute mit Muckis und Fingerspitzengefühl ist.

16. August 2006 Der Blick hinter die Kulissen

In der zweiten Woche informierte sich Camp Nord über die Arbeit im Einzelhandel, in Pflegeberufen und warum Steinmetz etwas für Leute mit Muckis und Fingerspitzengefühl ist.

Zum Blick hinter die Kulissen gehörten u.a. Besuche in Alten- und Plegeheimen, einem Supermarkt und bei einem Steinmetz. Siegfried Arnz, Koordinator Berliner Hauptschulen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport war an diesem Tag extra aus Berlin angereist, um sich ein Bild vom Sommercamp machen zu können. Er zeigte sich sehr beeindruckt von den Berlinern, die die Sommercamps nicht nur zur Erholung nutzen, sondern sich bei der Arbeit in den Betrieben engagierten. Er begleitete eine Gruppe in eine Steinmetzwerkstatt.
 
Der Beruf des Steinmetz ist einer der ältesten Handwerkerberufe und reicht bis in die Antike zurück. Nicht ganz so alt, aber auch in der Tradition verwurzelt, ist der Familienbetrieb Stumpf. In vierter Generation arbeitet Martina Stumpf in der Eutiner Werkstatt. Sie zeigt den Teilnehmern von futOUR06, was heute ein Steinmetz alles können muss. Steinmetz, so erklärt sie, ist ein handwerklicher Ausbildungsberuf mit dreijähriger Ausbildung, die mit dem Anfertigen eines Gesellenstückes sowie einer theoretischen und praktischen Prüfung endet.

Soviel zur Theorie – die futOURisten interessiert natürlich auch die Praxis. Nachdem Frau Stumpf die verschiedenen Arbeitsgänge beim Bearbeiten von Stein erklärt hat, gehen die Teilnehmer an die Steine. Zunächst werden mit einem Stift die Skizze bzw. die Schriftzeichen auf den Stein gebracht, danach klopfen die futOURisten mit „Knüpfel“ (Hammer) und Schrifteisen (Meißel) die Muster aus den Stein.

Von Frau Stumpf ließ Herr Arnz sich sich neben den handwerklichen Besonderheiten die Berufswelt der Steinmetze erklären: Denn während der Steinmetz mit der Fachrichtung Bautechnik eher Teile wie Fassadensteine, Treppen, Fensterbänke, Küchenarbeitsplatten, anfertigt und auch verbaut und versetzt, ist der Steinmetz mit der Fachrichtung Steinbildhauer eher ein Kunsthandwerker, der Grabsteine und Skulpturen aus Stein herstellt.

Zum Schluß hatten alle einen guten Eindruck von der Arbeit eines Steinmetz gewonnen und konnten sogar noch etwas anderes vom bleibendem Wert mit nach Hause nehmen: Die bearbeiteten Steine wurden in kleine Stücke geschnitten, so daß die Teilnehmer ihr Tageswerk stolz den anderen Berlinern präsentieren konnten.

Mehr Informationen zum Beruf des Steinmetz unter:
www.biv-steinmetz.de

Bilder zu diesen Besichtigungen sind hier zu finden:
Weitere Einblicke in die Betriebe